ZEIT VERSTREICHEN

Videoloop, 47'50'', 2013.


Der Betrachter findet sich vor einem Video wieder, in dem wenig geschieht, es bewegen sich lediglich
stoisch und stet die Zeiger der Uhr; weder im Sekunden-, noch im Minutentakt, die Uhr besitzt eine
"Eigenzeit", irgendwo zwischen zäher Langsamkeit und treibendem Vorwärtsgehen. Das Fortschreiten
der Zeiger ist regelmässig und akkurat wie das jeder anderen Uhr, sie hinterlassen aber ihre dunkle
Spur, bei jeder Umdrehung eine andere. Der Betrachter sitzt und schaut zu, wie die Zeit
verstrichen wird und bezahlt das mit seiner eigenen Zeit; er muss, um das Zeitverstreichen
anzuschauen, seine eigene Zeit hergeben.