LOOP THE LOOP

Installation mit Tuschezeichnungen, Hörstück, Stromkabel, Wackelaugen, 2014


Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Ouroboros, der Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beisst und dabei einen Kreis bildet. Er ist ein altes Bildsymbol, welches für die "kosmische Einheit", die "äusserste Weltgrenze" und die Ewigkeit steht. Ikonografisch betrachtet ist der Ouroboros durchaus positiv konnotiert. Er existiert aber auch als tatsächliches Phänomen in der Natur, es finden sich auf Youtube Videos von Schlangen, die sich selbst versuchen zu fressen. Ein Biologe der Universität Zürich gibt Auskunft, weitere Theorien, Ideen und Geschichten werden entwickelt und zu einem Hörstück verknüpft, welches mit dem gleichen Satz beginnt wie es endet und im Endlosloop läuft.
Dieses tatsächliche, absurde Bild der Schlange, die sich selbst hinunter zu würgen versucht, die sich gleichzeitig nährt und wegfrisst führt zu einem Nachdenken über Destruktion und Produktion und über Selbstreferenzialität – ein in sich verbissen bleiben. Der Ouroboros bildet einen unauflösbaren Widerspruch zwischen gleichzeitiger Selbsterhaltung und Selbstzerstörung.